Principessa 2019

IGT Mittelberg

Mir schmeckt kein klassisch ausgebauter Goldmuskateller, davon könnte man hunderte Trinken, egal ob lieblich oder trocken und egal woher, alle schmecken irgendwie gleich aromatisch (finde ich).
Meine Interpreation der „Principessa“ zeigt, was hinter einer aromatischen Rebsorte stecken kann, wenn man über den Tellerrand schaut und neue Wege geht. Durch die Maischegärung geht die für mich oft stechende Aromatik etwas in den Hintergrund und dank der leichten Gerbstoffe erhält der Wein einen guten Trinkfluss mit einer schönen Frische. Die Typizität der Rebsorte bleibt erkennbar, sie wird jedoch kombiniert mit einer Frischen und Komplexen Komponente.

Vinifizierung

Für die „Principessa“ wurden zwei verschiedenen Partien separat vinifiziert.

Partie Nr. 1, die „Frische-Komponente“ wurde für 10 Stunden mit den ganzen Trauben (inkl. Stielgerüst) mazeriert um mehr Aromastoffe von den Trauben zu extrahieren. Anschließend wurde die Partie sanft gepresst mit max. 1 Bar Pressdruck. Anschließende alkoholische Gärung im Stahltank für 7 Tage. Nach Ende der Gärung fand eine natürliche Sedimentation für 4 Tage statt, anschließend wurde der Wein von der Grobhefe abgezogen und bis April auf der Feinhefe belassen.

Partie Nr. 2, die „Kick-Komponente“ wurde für 7 Tage auf der ganzen Traube vergoren, das heißt mit Schalen, Kernen und Stielgerüst. Gegen Ende der Gärung wurde die Maische gepresst und die letzten Tage auf dem Most fertig vergoren. Durch den langen Maischekontakt wurde ein Maximum an Inhaltsstoffen von den Trauben extrahiert.

Der Verschnitt der beiden Partien fand im Juni 2020 statt und wurde ein Monat später nur mit der Schwerkraft (ohne Pumpe) in die Flaschen gefüllt. Anschließend reifte der Wein bis November 2020 in der Flasche und ist ab dort erhältlich.

Das Ergebnis ist kein standard lieblicher Goldmuskateller, sondern ein trocken ausgebauter Wein, der durch die „Kick-Komponente“ eine große Komplexität und Fülle im Gaumen erhält und mit seiner leichten adstringenz  zum trinken anregt.

Ausbau

Beide Partien wurden separat für 10 Monate im Stahlfass gelagert. Die Weine wurden bis Dezember wöchentlich aufgerührt (Battonage) um den Wein in Kontakt mit dem Hefetrub zu halten. Anschließend wurden die Weine im Jänner abgezogen und für die weiteren 8 Monate auf dem Feintrub ausgebaut um den Sortencharakter zu verstärken bzw. diesen so wenig wie möglich zu verfälschen.
Im Juli (1 Monat vor der Füllung) wurden die 2 Partien Verschnitten und grob filtriert sowie leicht geschwefelt.

Curriculum vinum: Principessa 2019

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